Eine kurze Einführung…
Josef von Nazareth ist der Patron der katholischen Kirche, der Ingenieure, der Erzieher und der „Holzheilige“ schlechthin. Keinem anderen Heiligen wäre also der Pilgerweg in der waldreichen Gegend des Naturparks Attersee-Traunsee derart auf den Leib geschneidert. Entstanden ist der Josefweg durch die Initiative einer Pilgerbegleiterin aus Altmünster in verbindender Zusammenarbeit mit den Regionen Traunsee-Almtal und Attersee-Attergau.
Der Rundweg erstreckt sich über insgesamt 65 km, die in drei Tagesetappen aufgeteilt sind und verläuft in einer symbolkräftigen, liegenden Acht. Am Weg regen acht spirituelle Impulse den Gehenden um Innehalten an. Die drei Etappen zu jeweils etwa sieben bis acht Stunden lassen genug Zeit, um in der einzigartigen Landschaft des Salzkammerguts, dem Ziel und auch sich selbst ein Stück näher zu kommen.
Ein wichtiger Aspekt, der den Pilger auf der gesamten Strecke begleitet ist das Element Wasser. Vom Anfang am Traunsee bis zum Ende an ebendiesem plätschert es immer wieder fröhlich neben dem Pfad oder lädt nach einem anstrengenden Teilstück zum Trinken ein.
Die Reise beginnt in Altmünster. Von dort geht es entlang des Stücklbachs über den Grasberg mit wunderbarem Panorama auf den Traunsee und den Traunstein, zur Kirche St. Josef in Reindlmühl. Weiter über den Hongar zum Gahberg, mit herrlichem Ausblick auf den Attersee und das umliegende Gebirge. In Weyregg angekommen, kann man am türkisblauen See die erste Tagesetappe ausklingen lassen. Am nächsten Morgen beginnt die Tour mit dem Weyregger Wasserroas-Weg. Über Bramosen und Praterstern geht es nun Richtung Neukirchen, wo die zweite Tagesetappe endet. Wer hier keine Unterkunft findet, kann das Salzkammergut-Shuttle nach Altmünster nehmen. Auf Anruf fährt es stündlich zu einem günstigen Fixpreis. Für eine Nächtigung im Zentrum des malerischen Neukirchen gibt es zudem eine Wegvariante. Mit Blick auf das Höllengebirge startet die dritte und letzte Etappe, die über den schönen Kreuzweg zur Richtberg-Taferl-Kapelle geht, einem geschichtsträchtigem Ort mit einer Wasserquelle. Hier lässt sich die erholsame Heilkraft des Waldes sichtlich genießen. Dem weiteren Verlauf des Kreuzweges Richtung Reindlmühl folgend, kommt man ein zweites Mal zur Kirche St. Josef. Am letzten Stück des spirituellen Weges begleitet eine traumhafte Aussicht auf den glasklaren Traunsee den Wanderer am Gmundnerberg, bevor es zurück zum Ausgangspunkt in Altmünster geht.