Die Pfarrkirche von Neukirchen -
das Werden einer selbständigen Pfarre
Die Bewohner der Viechtau waren ursprünglich zum Teil nach Altmünster und zum Teil nach Traunkirchen eingepfarrt.
1753: Die Hofkammer weist in einem Schreiben den Salzamtmann von Gmunden an, in der Viechtau eine Kirche samt Pfarrhaus zu bauen: „…damit die Irrlehren sich nicht weiter ausdehnen, habe man beschlossen, in der so genannten Vichtau, eine Kirche nebst Wohnung, wo zwei Missionsbrüder wohnen können, erbauen zu lassen. Es soll aber nicht eine prächtige, sondern eine solche Kirche erbaut werden, dass darinnen der Gottesdienst gehalten werden könne. Der Bau dürfe auf nicht mehr als 2000 Gulden zu stehen kommen…“. Die einfache Kirche wird 1754 fertiggestellt.
1754 – 1787: Neukirchen wird Missionsstation, dann Expositur (Seelsorgebezirk ohne eigene Vermögensverwaltung) von Altmünster.
1798 wird die Sakristei,
1822 der Friedhof und
1840 der Zwiebelturm errichtet.
1846 – nach 92 Jahren ihres Bestehens – erfolgt die Einweihung der Kirche „Maria Schnee“.
1850 wird die Turmuhr angeschafft.
Ein Schmuckstück im Innenraum der Kirche ist der barocke Altar. Er stammt aus der alten Wiener Minoritenkirche. Die Figur des heiligen Joachim (Vater der Mutter Gottes) verdient besonderes Augenmerk.
1867 wurde Neukirchen ein eigenes Vikariat (räumlich abgegrenzter Seelsorgebereich, dem ein Pfarrer vorsteht).
1891: Neukirchen wurde selbständige Pfarre. Das Patrozinium (Schutzherrschaft) ist bis zum heutigen Tage „Maria Schnee“ und wird am 5. August gefeiert.
Heute zählt die Pfarre Neukirchen ca. 2000 Katholiken.