Neukirchen - einstiges Zentrum

der „Schnitzer, Drechsler, Löffelmaler”

Die Viechtau, der Name ist wahrscheinlich von „Vieh-Au“ abgeleitet, umfasst den Raum von Großkufhaus (Reindlmühl) bis Großalm, reicht weiters bis zum Westufer des Traunsees bis hin nach Traunkirchen. Eine Besiedelung des Westufers am Traunsee reicht nachweisbar bis zurück zur Zeit der Illyrer. Später folgten Kelten, Römer und ab dem 8. Jhdt. Bajuwaren. Die erste urkundliche Erwähnung von „Vichtaw in Münsterer Pfarr“ erfolgte 1346.

Die starke Zunahme der Bevölkerung zwang die Menschen, sich nach einem Nebenerwerb umzusehen. Da Holz in reichlicher Menge vorhanden war, begann man, alle im damaligen Haushalt und in der Landwirtschaft gebräuchlichen Gegenstände herzustellen. Die Viechtau wurde zum Zentrum der Hausindustrie. Die hochwertige Ware wurde mit Salzschiffen und Holzflößen in der gesamten Monarchie aber auch bis Russland und in den Orient verkauft.

Erst unter Kaiserin Maria-Theresia wurde der Bau einer eigenen Kirche veranlasst. Ab ca. 1780 wurde der Name Neukirchen üblich. Von 1850 bis 1861 war Neukirchen eine selbständige Gemeinde mit eigenem Bürgermeister (Matthias Wolfsgruber), danach erfolgte die politische Zusammenlegung mit Altmünster.

Heute ist Neukirchen ein beliebter Wohn- und Erholungsort mit hoher Freizeitqualität und guter Nahversorgung, einem Kindergarten sowie einer modernen Volks- und Mittelschule. Das Dorfleben ist durch ein aktives Vereinswesen mit ca. 20 Vereinen geprägt und zeigt sich auch in einer Vielzahl an Brauchtumsveranstaltungen und Festen.

1965 begannen freundschaftliche Kontakte zwischen dem Männergesangsverein aus dem deutschen Niederau-Krauthausen und dem Musikverein Neukirchen. 1971 entstand daraus die Partnerschaft zwischen der Stadt Düren/Niederau und Altmünster/ Neukirchen, die von beiden Seiten freundschaftlich und sehr aktiv gelebt wird.

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