Kalvarienbergkirche Neukirchen
Im November 1881 erwarb der Vikar von Neukirchen, Heinrich Becker, ein 61 Quadratklaffer (nicht ganz 220 m²) großes Grundstück, um darauf eine Kapelle zu erbauen. Den Kaufpreis bezahlte Franz Pesendorfer, Holzwarenhändler in Altmünster und Besitzer des Hauses „Winterleiten“ in Neukirchen. Familie Pesendorfer ließ auch die Kapelle, die am 6. August 1882 von Pater Cölestin Wolfsgruber gesegnet wurde, aus eigenen Mitteln erbauen und sorgte für ihre Erhaltung.
Ursprünglich war die Kirche mit 2 Glocken ausgestattet: eine wog 69 kg und war mit Bildern von Maria, Johann Nepomuk, Franziska und Nikolaus ausgestattet, die andere war 43 kg schwer und trug Bilder von Dolorosa, Maria mit Lilie und Maria mit dem Jesukind, sowie Ornamente aus Blumen und Blättern. In beide waren die Namen ihrer Stifter eingegossen, die schwerere trug außerdem folgenden Spruch:
„Ich mahne zum Gebete, wenn der Morgen erwacht, und läute zur Ruhe, wenn das Tagwerk vollbracht“.
Angesichts des zunehmenden Metallmangels im ersten Weltkrieg wurde die Bevölkerung 1916 zur Zwangsabgabe von Geräten aus Zinn und Nickel, sowie deren Legierungen angehalten und somit mussten die Glocken abgegeben werden.
Im Jahr 1952 musste die Kapelle dringend renoviert werden, jedoch die Besitzverhältnisse waren lange Zeit nicht klar. Letztendlich wurde das Eigentumsrecht der Pfarre Neukirchen zuerkannt.