Pfarrkirche Weyregg

Pfarrkirche Weyregg

Der ostfränkische König und spätere römisch-deutsche Kaiser Heinrich II. gründete 1007 das Bistum Bamberg und schenkte ihm im Zuge dessen den Attergau, zu dem auch Weyregg gehörte. In weiterer Folge errichteten die Bamberger Bischöfe 1115 die Mutterpfarre St. Georgen im Attergau.

Bartholomäus Khevenhüller, aus der Frankenburger Linie, erbte im 16. Jahrhundert das Schloss Kammer von seinem Bruder Johann und machte es zum Mittelpunkt der Grafschaft Frankenburg. Er lebte größtenteils in Kärnten, wo er als Haupt der Evangelischen Kirche galt. Unter ihm war Weyregg von 1570 bis 1615 protestantisch und wurde 1891 unter Pfarrer Michael Dobler eine eigenständige Pfarre.

Die Vorgängerkirche der heutigen Weyregger Pfarrkirche stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Die spätgotische Kirche, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut wurde, wird dem Baumeister Stephan Wultinger zugeschrieben. Zwischen 1931 und 1933 fanden umfangreiche Umbauarbeiten statt, bei denen ein Pfeiler entfernt und der Kirchenraum um acht Meter erweitert wurde. Ein Kirchturm wurde 1933 hinzugefügt.

1972 gestaltete der Architekt Erich Scheichl den Altarraum um, entfernte den neugotischen Hochaltar und öffnete das vermauerte Chorfenster. Moderne Seccomalereien von Karl Weiser aus 1951/52 sowie Altarraumfenster mit den Themen Glaube, Liebe und Hoffnung wurden ebenfalls hinzugefügt. 1993 erhielt Weyregg einen neugotischen Altar als Leihgabe, der 2004 geschenkt wurde.

Im Altarraum stehen zwei spätgotische Statuen, der heilige Sebastian und der heilige Valentin, sowie ein Marienaltar mit einer Mondsichelmadonna. Der Herz-Jesu-Altar ist ein moderner Flügelaltar von Karl Weiser. An den Langhauswänden hängen 14 Kreuzwegstationen-Bilder, ebenfalls von Weiser, die 1956 geweiht wurden.

Die katholische Pfarrkirche ist dem heiligen Valentin geweiht, gehört zum Dekanat Schörfling und steht unter Denkmalschutz.

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