Der älteste Ort am Traunsee…
Einer Sage nach gab es dereinst hier eine große Heidenstadt, die im See versank. Die Siedlung war von Fischern gegründet worden, welche ihren Götzen Tempel erbaut hatten an der Stelle, wo heute die Kirche steht und am „Kolmansberge“, im sogenannten „Errer“. Die Tempel sollen vom Hl. Hieronymus zerstört worden sein, der als Einsiedler in der Nachbarschaft auf einem Hügel lebte, der heute noch „Hieronymusleiten“ oder „Animosleiten“ heißt.
Altmünster war seit jeher ein sich ständig verändernder Ort. Die Besiedelung durch die Kelten belegt ein außerordentlich schöner Fund aus den hallstattzeitlichen Gräbern von Traunkirchen. Es sind Hohlwulstringe aus Bronze mit reichen Verzierungen. Die Römer lösten in weiterer Folge die ansässigen Kelten der Region ab. In Altmünster finden sich neben einem im Münster eingemauerten römischen Grabstein auch die Fundamente einer römischen Villa. Diese Funde sind der Beweis, dass die Geschichte rund um den Traunsee weit zurückreicht. Eine Geschichte, in der Kelten und Römer, Protestanten und Katholiken sowie der neuzeitliche Tourismus ihre Spuren hinterlassen haben.
1973, bei der Renovierung der Pfarrkirche, entdecken Archäologen gemauerte Fundamente einer frühromanischen Kirche, einen Friedhof sowie Fundamente von Klosterzellen am Hagenfeld. Ein Beweis für die frühe Existenz des Klosters ist die Schenkungsurkunde König Ludwigs IV, dem Kinde, von 909 n. Chr. Nach der Zerstörung des Klosters durch die Ungarn wird das erste Frauenkloster Oberösterreichs durch die Benediktiner im Nachbarort Traunkirchen 1020 gegründet.
Seit dem Mittelalter floriert der Ort und steht in enger Verbindung mit Traunkirchen. Er lieg am Transportweg für Salz, das in Hallstatt und anderen Orten abgebaut wird. Außerdem ist er Lieferant für Brennholz, das zur Salzgewinnung, zur Befeuerung der Sudpfannen in den Salinen dient. Durch den Bau von Transportschiffen, Salzfässern und Salzhandel gelangt Altmünster zu ansehnlichem Wohlstand.
Mitte des 19. Jahrhunderts führt der Beginn der industriellen Revolution mit neuen Transportmöglichkeiten, wie der Eisenbahn, zum Ende des lokalen Salzhandels. In dieser Zeit geraten die Orte zunehmend in Vergessenheit. Doch schon ab der Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt der Tourismus, ausgehend von Bad Ischl, zu boomen. Das gesamte Salzkammergut profitiert vom kaiserlichen Kurort. Der Adel und reiche Bürger lassen sich Schlösser und Sommervillen an den Seen des Salzkammergutes erbauen, so auch beispielsweise in Altmünster die Schlösser Traunsee und Ebenzweier. Hotels und Gasthäuser schießen wie Pilze aus dem Boden. Die reizvollen Dörfer, das schöne Seeufer und die malerische Bergwelt machen den Traunsee damals wie heute zu einem der beliebtesten Bade- und Urlaubsorte des Salzkammergutes.