Das Kloster zur Heiligen Nino
Einige Autominuten entfernt von Georgiens größtem See, dem Paravani-See, liegt das Dorf Poka, das das Kloster zur Heiligen Nino beherbergt.
Seit der Gründung des Nonnenklosters im Jahr 1992 durch das Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Patriarch Ilia II., widmen sich die Nonnen nicht nur dem Gebet, sondern vor allem pädagogischen und landwirtschaftlichen Tätigkeiten.
Die Mitglieder der Gemeinschaft beschäftigen sich intensiv mit traditionellem landwirtschaftlichen Handwerk, wie Getreideanbau, Ackerbau, Feld- und Gewächshauswirtschaft und Rinderzucht. Viele regionale Produkte, die in Handarbeit hergestellt werden, können in einem kleinen Laden im Kloster gekauft werden.
Zusätzlich eröffneten die Nonnen eine Sonntagsschule für die örtliche armenische Bevölkerung und erteilen Unterricht sowohl in georgischer als auch in englischer Sprache.
Eine weitere große Aufgabe war der Wiederaufbau der Kirche im Zentrum des Nonnenklosters, die aus dem 11. Jahrhundert stammt und bei der Eröffnung des Klosters 1992 eine Ruine war. Die Nonnen restaurierten das Gebäude, das heute eines der wichtigsten Wahrzeichen des Dorfes Poka ist. Im Inneren der Kirche finden sich einzigartige Inschriften und wunderschöne goldene Ikonen im Mosaikstil, die von den Nonnen selbst angefertigt wurden.
Das Leben im Kloster basiert auf der klösterlichen Lebensweise nach dem Typikon, dem traditionellen liturgischen Buch, das das Leben in orthodoxen Klöstern regelt. Jeder Tag beginnt um 2 Uhr morgens mit einem vierstündigen Morgengebet und endet um 22 Uhr, aufgeteilt zwischen Gebet, Arbeit und Freizeit.
Picture credits: beyondarts GmbH
Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.