Romanov Palast

Der Romanov Palast

Wichtige Information:
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war (Mai 2022) war der Romanov Palast für Touristen nicht zugänglich. Wir bekamen eine Genehmigung, um ein paar Außenaufnahmen zu machen. Es bestehen Pläne, die ehemalige Sommerresidenz der Romanovs zu restaurieren und in ein Museum umzuwandeln. 

Zwischen 1892 und 1895 ließ sich Großherzog Nikolai Mikhailovich aus der russischen Zarenfamilie der Romanovs in Borjomi im westlichen Stadtteil Likani einen Sommerpalast errichten. Das als „Romanov Palast“ bekannte Gebäude befindet sich heute auf dem Gelände des Borjomi-Likani Hotels.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Borjomi der sommerliche Treffpunkt des russischen Geld- und Geburtsadels, die Reichen, Schönen und Berühmten gaben sich hier die Klinke in die Hand. Bis zum Ende des Zarenreiches erlebte Borjomi eine Phase beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwungs.

Nach Gründung der Sowjetunion und ihrem Einmarsch in Georgien 1921 wurden Borjomi und der Romanov Palast zum Feriendomizil der Elite der kommunistischen Partei.

Selbst Joseph Stalin, gebürtiger Georgier, hat hier mehrere Sommer verbracht und das legendäre „Romanov Kabinett“ zu seinem Arbeitszimmer erkoren. Das „Romanov Kabinett“ ist inklusive Mosaikdecke und historischem Kamin weitgehend original erhalten.

Der Romanov Palast beherbergt einzigartige Sammlerstücke, die ausländische Kaiser und Staatsoberhäupter wie Napoleon oder der Schah von Persien während der Zeit des kaiserlichen Russland dem jeweiligen Zaren zum Geschenk machten. Darunter auch ein historischer Tisch aus Nussbaumholz, der angeblich vom russischen Zaren Peter I. selbst angefertigt wurde.

Über dem Bogen des zentralen Eingangstors thronte ein Porzellanpapagei, der sich, unterstützt durch ein aufwändiges Luftgebläse-System, jedes Mal bei Öffnen der Türflügel zur Begrüßung der Besucher bewegte.

Heute dient der Romanov Palast dem Präsidenten Georgiens als Sommerresidenz.      

Picture credits: beyondarts GmbH

Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

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