Architekturdetails

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Der Klosterkomplex von Zarzma wird von einer großen Hauptkirche dominiert, an deren Nordwand und nordwestlichen Ecke sich zwei Kapellen anschließen. Etwas abseits steht der Glockenturm und südlich der Hauptkirche finden sich die Überreste von zwei kleineren Kirchen.

Die Hauptkirche des Klosters Zarzma besitzt einen südlichen und einen westlichen Eingang und hat den für georgische Kirchenbauten typischen, kreuzförmigen Grundriss.

Vor dem südlichen Eingang befindet sich eine Portalgalerie, die sich entlang der gesamten Südwand erstreckt und der Kirche ungewöhnliche, historisch wertvolle Proportionen verleiht.

Als höchstes Bauelement besitzt auch die Klosterkirche von Zarzma das typische Tambour. Ein Tambour ist ein zylinderförmiger Teil eines Kirchengebäudes zwischen Kuppel und oberstem Dach, meist mit 12 schmalen Fenstern als Symbol für die 12 Apostel Christi ausgestattet. Wie im Falle der Zarzma Kirche sind üblicherweise 6 der 12 Fenster echt, die anderen 6 sind blind. 

Die Wände der Hauptkirche bestehen aus grob behauenen Steinen, die unterschiedliche Farben aufweisen und an manchen Stellen schachbrettartig angeordnet sind.

Die Außendekorationen, ebenfalls typisch für Kirchen des 14. Jahrhunderts, sind hauptsächlich um Türen und Fenster herum zu finden, wobei das Kreuz das dominierende Motiv ist.

Und es gibt noch ein interessantes Detail in der Architektur der Klosterkirche von Zarzma: in der Westwand sind der Eingang und das darüber liegende Hauptfenster nicht auf einer Linie. Der Grund dafür ist, dass sowohl Eingang als auch Fenster zwar in der Mitte ihrer jeweiligen Gebäudeteile sitzen, der untere Teil aber samt Galerie der Südwand um einige Meter breiter ist. Und so wirkt es, als der Eingang in der Westwand irrtümlicherweise zu weit rechts gebaut worden.

Obwohl ein Teil der ursprünglichen Bausubstanz der Klosteranlage Zarzma verloren ging und vor allem die Wandmalereien im Inneren der Hauptkirche bei erfolglosen Renovierungsversuchen Anfang des 20. Jahrhunderts Schaden genommen haben, ist das Kloster Zarzma dennoch ein wichtiges historisches und architektonisches Denkmal Georgiens.

Picture credits: SJDC

Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

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