König Georg III. von Georgien
Im Laufe seiner Geschichte wurde Georgien von vielen Königen regiert und viele trugen den Namen Georg. Aber der berühmteste unter ihnen war König Georg III., der von 1156 bis zu seinem Tod im Jahr 1184 regierte.
Georg III. stammte aus dem georgischen Adelsgeschlecht der Bagratiden, einer der ältesten christlichen Herrscherfamilien des Landes, die in Georgien vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert Fürsten und Könige stellten.
Georg folgte seinem Vater Demetrios I. im Jahr 1156 auf den Thron und verfolgte von Beginn an eine aggressive Expansionspolitik. Das führte zu zahlreichen militärischen Konflikten mit Georgiens Nachbarländern, die Georg jedoch größtenteils für sich entscheiden und damit seine Einflusssphäre beständig ausbauen konnte.
1177 erhob sich ein Teil des Adels unter Prinz Demna, einem Sohn von Georgs älterem Bruder David, gegen die Herrschaft. König Georg III. entscheid auch diese Auseinandersetzung nach hartem Kampf für sich. Um künftigen Thronstreitigkeiten ein für alle Mal einen Riegel vorzuschieben, erhob Georg seine ältere Tochter Tamar bereits ein Jahr später, 1178, zur Co-Regentin und designierten Nachfolgerin.
Die Regierungszeit von König Georg III., insbesondere die Phase der Co-Regentschaft mit seiner Tochter Tamar, wird als das „Goldene Zeitalter Georgiens“ bezeichnet.
Diese Phase zeichnete sich nicht nur durch diplomatische und militärische Triumphe aus, sondern auch durch wirtschaftliche Stabilität und kulturelle Blüte. Während des “Goldenen Zeitalters” erreichte Georgien seine größte Ausdehnung im Mittelalter mit einem Einflussgebiet vom nördlichen Kaukasus bis zum nördlichen Iran.
Aber das “Goldene Zeitalter” währte nur kurz: Königin Tamar starb bereits im Jahr 1213 und die Eroberung Georgiens durch die Mongolen 1236 beendete abrupt jene Phase der wirtschaftlichen und kulturellen Prosperität.
Köng Georg III. von Georgien starb 1184 und wurde im Gelati Kloster bei Kutaisi in der Region Imereti im Westen Georgiens begraben.
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Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.