Die Kirche Mariä Himmelfahrt

Mitten im Höhlenkomplex Vardzia liegt eines der Highlights des Klosters, die Kirche Mariä Himmelfahrt. Die Klosterkirche, die größtenteils in den Fels gehauen ist, beeindruckt mit ihrem Säulenportal und dem Innenraum in Form eines Tonnengewölbes, das mit gut erhaltenen, farbigen Wandfresken fasziniert.

Die Fresken stellen einige Szenen aus dem Neuen Testament dar, an der nördlichen Wand finden sich Abbildungen von König Georg III und seiner älteren Tochter und Nachfolgerin Königin Tamar. Hierbei handelt es sich um eine von lediglich vier erhalten gebliebenen, antiken künstlerischen Darstellungen von Georg und Tamar, wobei die künftige Königin als junge, unverheiratete Frau dargestellt wird, deren Kopfhaar nicht bedeckt ist.

Bitte beachten Sie: das Betreten von Kirchen oder Klöstern ist in Georgien nur mit langer Hose oder langem Rock gestattet, Frauen sollten zusätzlich ein Kopftuch tragen.

Im Inneren der Kirche führen einige Wege tiefer in den Berg hinein, durch die Tür links vom Eingangsportal gelangt man in einen knapp 150 Meter langen, schmalen Tunnel, dessen Stufen hinauf auf die nächsthöhere Ebene des Höhlenklosters führen. Wer Angst vor engen Räumen hat, sollte diesen Tunnel eher meiden.   

Die Kirche Mariä Himmelfahrt verfügt auch über eine natürliche Wasserquelle, die hinter einer Glaswand verborgen ist und von Einheimischen „Tamars Tränen“ genannt wird. Ein kleines Auffangbecken vor der Glaswand erlaubt den Besuchern, eine kleine Kostprobe von Tamars Tränen mit nach Hause zu nehmen.   

Trotz aller Tunnel und Gänge, deren Labyrinth auf den ersten Blick verwirrend wirkt, kann man sich im Höhlenkloster Vardzia durchaus zurechtfinden. Die Wege führen über verschiedene Stockwerke und Ebenen, kehren aber alle in einem großen Bogen entlang des Bergrückens wieder zum Ausgangspunkt zurück.  

Bildrechte: beyondarts GmbH

Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

 

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