Das Leben der Maro Bebo
Maro Bebo wurde am 1. Januar 1933 als Mariam Zedginidze in Muskhi geboren.
Bereits im Alter von sieben Jahren lernte sie, einer langen Familientradition folgend, die traditionelle Kunst des Teppichstrickens und blieb auch nach ihrem Schulabschluss im Dorf Muskhi.
Ab den 1970er Jahren begann sie verschiedene künstlerische Kreise zu bilden, in denen sie auch heute noch im Alter von fast 90 Jahren mit Freude arbeitet und lehrt.
Maro Bebo hat viele Preise und Auszeichnungen für ihre lebenslange Arbeit im Bereich des traditionellen georgischen Handwerks erhalten. Während der sowjetischen Herrschaft über Georgien war sie Preisträgerin zahlreicher Handwerkswettbewerbe, sie wurde zur „Veteranin der Arbeit“ ernannt und erhielt eine Ehrenmedaille.
Darüber hinaus hat sie an vielen georgischen Handwerksausstellungen und Folklorefestivals teilgenommen, bei denen sie bewies, dass ihr Talent nicht auf Stricken und Weben beschränkt ist: 2015 wurde ihr beim nationalen georgischen Folklorefestival eine Auszeichnung im Bereich des traditionellen georgischen Gesangs verliehen.
In ihrem kleinen, aber feinen Museum bewahrt Maro Bebo rund 200 Gegenstände traditioneller georgischer Handwerkskunst auf. Darunter sind handgefertigte Teppiche, Taschen und Schuhe oder Haushaltsgegenstände, die über mehrere Jahrzehnte gesammelt wurden. Manchen der Exponate sind mehrere hundert Jahre alt.
Maro Bebo gibt ihr Wissen seit vielen Jahrzehnten weiter, sie hat unter anderem an der staatlichen Universität in Akhaltsikhe unterrichtet. In ihrem Museum setzt sie diese Tradition fort und lehrt in Meisterkursen die traditionelle georgische Kunst des Teppichwebens und Teppichstrickens.
2014 wurde Maro Bebo als „Lebendes georgisches Nationalgut“ für ihre lebenslange Arbeit zur Erhaltung und Vermittlung traditioneller georgischer Handwerkskunst ausgezeichnet.
Picture credits: picture taken by beyondarts GmbH with kind permission of Maro Bebo's School Museum
Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.