Was ist Meskheti?
Einheimische verwenden das Wort „Meskheti“ als Bezeichnung für die Region Samtskhe, die zusammen mit der Region Javakheti und der Region Tori Teil der modernen georgischen Provinz Samtskhe-Javakheti ist. Die Ureinwohner der Region Meskheti werden „Meskethen“ genannt.
Zwischen dem 2. Jahrtausend und dem 4. Jahrhundert v. Chr. ließen sich bereits die ersten Nomadenstämme in Samtskhe-Javakheti nieder. Im Laufe der Jahrhunderte war das Gebiet der Meskheten Teil verschiedener Königreiche, im frühen Mittelalters etwa Teil des Königreichs Iberia, dann Teil des Königreichs Georgien. Bevor das Osmanische Reich im 16. Jahrhundert die Region besetzte, gab es unter dem Fürstentum Samtskhe sogar eine kurze Zeit der meskhetischen Unabhängigkeit.
Ab 1829 wurde das russische Kaiserreich nach dem Sieg im russisch-türkischen Krieg die bestimmende Kraft in der Region, bis die russische Revolution 1917 die Herrschaft der Zaren beendete.
Dieses Ereignis versuchte auch eine junge Demokratische Republik Georgien zu nutzen und sich als unabhängiger Staat zu etablieren, aber bereits 1921 wurde sie von der neu entstandenen Sowjetunion annektiert.
Und es gibt ein weiteres dunkles Kapitel in der meskhetischen Geschichte, das mit der Sowjetunion verbunden ist: Meskhetische Türken, die ehemaligen Bewohner der Region Meskhetien an der Grenze zur Türkei, wurden im November 1944 vom sowjetischen Diktator Josef Stalin nach Zentralasien deportiert. Ehemalige meskhetische Türken, von denen viele noch ihre ursprünglichen georgischen Nachnamen tragen, sind heute über die Länder der ehemaligen Sowjetunion verstreut.
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Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.