Die Madrasa und die Bibliothek
Als Ahmed Pasha, der türkische Statthalter Akhaltsikhes aus dem georgischen Herrscherhaus der Jakeli, im Jahr 1752 auf den Ruinen eines christlichen Tempels eine Moschee errichten ließ, befahl er auch den Bau einer Madrasa samt Bibliothek. Eine „Madrasa“ oder „Medrese“ ist eine religiöse Schule der Islamwissenschaften, heute wird der Begriff auch ganz allgemein für das Wort „Schule“ verwendet.
Die Klassenzimmer befanden sich im Erdgeschoss, die Wohnräume im ersten Stock. Die angeschlossene Bibliothek enthielt zu Ahmed Pashas Zeiten eine bunte Mischung an damaliger Weltliteratur: persische und alt-arabische Manuskripte ebenso wie jene aus dem Alten Griechenland und Georgien.
Mit der Eroberung Akhaltsikhes 1828 durch russisch-georgische Truppen unter Prinz Ivan Paskevich wurde auch ein großer Teil des Bibliotheksbestands zerstört. Lediglich einige wenige Manuskripte lagern heute in der Bibliothek in Sankt Petersburg.
Während der russischen und sowjetischen Herrschaft wurden die Räumlichkeiten der Madrasa in erster Linie militärisch genutzt, von der ursprünglichen Gebäudesubstanz des frühen 18. Jahrhunderts haben nur die Pfeiler und deren metallene Verbindungselemente überlebt.
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Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.