Haus des Pascha

Das Haus des Pascha

In der Nähe der Moschee findet sich eine weitere Sehenswürdigkeit von Rabati Castle – das Haus des Pascha, genauer gesagt, sein geheimer Konferenz- und Meetingraum.

Der Titel “Pascha” wurde im Osmanischen Reich seit dem 15. Jahrhundert an höchste Würdenträger sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich verliehen. Der Titel wurde dem Namen des jeweiligen Trägers stets nachgestellt, wie etwa bei Ahmed Pascha Jakeli, dem Erbauer der Moschee in der Festung Akhaltsikhe. 

Das Haus des Pascha weist im Inneren mit einer kuppelartigen Deckenkonstruktion auf den hohen gesellschaftlichen Status des Hausherren hin, der Rest des Gebäudes ist aber dem eigentlichen Zweck entsprechend schlicht und unauffällig gestaltet: schmale Fenster, um Besucher bei konspirativen Treffen zu verbergen und viel Holz im Inneren zur Schallisolierung.

Rechts neben dem hölzernen Thron des Pascha befindet sich eine als “mihrab“ bezeichnete islamische Gebetsnische, die in Moscheen stets die Gebetsrichtung anzeigt.

Interessanterweise befindet sich die Gebetsnische im Haus des Pascha in der östlichen Wand und weist damit in Richtung Jerusalem, während sich die Gebetsnische der islamischen Tradition folgend eigentlich in der Südwand befinden und Richtung Mekka weisen müsste.

Man vermutet daher, dass die „mihrab“ im Haus des Pascha nicht nur dem Gebet diente, sondern auch als geheimer Ein- und Ausgang für den Hausherren und dessen Gäste bei konspirativen Treffen verwendet wurde. Der Legende nach soll dieser geheime Eingang von taubstummen Soldaten bewacht worden sein, damit niemand die Gespräche des Pascha belauschen konnte.        

Bildrechte: beyondarts GmbH

Projekt “Increased regional added value in the tourism sectors of Georgia by Digital Heritage Tourism Guides”, gefördert durch die Austrian Development Agency (ADA) aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

 

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