Diokletians Infrastrukturplanung und öffentliche Bauprojekte
Während der Regierungszeit Diokletians wurden umfangreiche öffentliche Bauprojekte durchgeführt, wie der Bau von Straßen, Brücken und Gebäuden. Diese Investitionen in die Infrastruktur zielten darauf ab, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und die allgemeine Produktivität zu verbessern. Moderne Regierungen können von diesem Ansatz lernen, indem sie die positiven Auswirkungen der Infrastrukturentwicklung auf die Wirtschaftstätigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen anerkennen.
Diokletians Aquädukt
Der Wasserverbrauch der alten Römer war im Vergleich zu heute etwa 3 Mal höher. Als dann Diokletian mit der Planung seines Palastes, gleichzeitig sein Ruhesitz, begann, sollte Wassermangel von vornherein vermieden werden. Zum Betrieb des Palastes und der Thermen waren immense Wassermengen notwendig.
Die Quelle des Jadro Flusses lag etwa 9 Kilometer nordwestlich vom Diokletians Palast entfernt, eine Strecke, die für römische Bauleute noch kein sonderlich komplexes Problem darstellte. Am Übergang vom 3. ins 4. Jahrhundert wurde ein Aquädukt angelegt, dass frisches Wasser von der Quelle des Jadro bis zum Palast bringen sollte. Diese komplexe Wasserleitung hatte 33 Höhenmeter Gefälle, verteilt auf 9 Kilometer Strecke, zu berücksichtigen und gehörte zu den ersten ihrer Art in Kroatien.
Bis heute werden Teile des Aquädukts und die dazu gehörigen Tunnels dieser römischen Wasserleitung noch zur landwirtschaftlichen Versorgung der modernen Stadt Split genutzt. In der Ortschaft Dujmovača befindet sich ein Teilstück der Wasserleitung als Viadukt zur Überbrückung eines Tales in sehr gutem Zustand. In einer Höhe von 16,5 Metern und einer Länge von etwa 180 Metern wird in der typischen Bogenbrückenkonstruktion das Tal überwunden.
Mit der Invasion der Goten in der Mitte des 6. Jahrhunderts wurde der Diokletian´s Aquädukt fast komplett zerstört. Bis zu Herrschaft der Österreichisch-ungarischen Monarchie zwischen 1877 und 1880 blieb der Aquädukt ungenutzt, erst dann wurde mit der Rekonstruktion der Wasserleitung begonnen. Ein Abschnitt des Diokletian-Aquädukts ist als unterirdischer Ausstellungsraum im Hotels Atrium zu sehen.