Warmhäuser

Die Gewächshäuser unterscheiden sich in der Klimaführung hinsichtlich Temperatur und Feuchtigkeit. Damit sind vielfältigste Kultivierungsmöglichkeiten von Pflanzen-Arten aus verschiedensten Vegetationseinheiten der Tropen und Subtropen geboten. In den beheizten Warmhäusern wird eine Unzahl an tropischen Gewächsen kultiviert – rund die Hälfte der 13.000 Pflanzenarten des Botanischen Gartens wachsen hier.

Platz ist in Glashäusern meistens Mangelware und muss optimal ausgenutzt werden. Neben der Kultur der großen Pflanzen in Grundbeeten (also ausgepflanzt im Boden) und der Kultur der kleineren Pflanzen auf Stellagen in Töpfen wird in fast allen Häusern zusätzlich weiterer Luft- und Lichtraum genutzt, indem Pflanzen auf Rindenstücke gebunden und an Seilen aufgehängt werden. Hierbei handelt es sich vor allem um baumbewohnende Orchideen und Bromelien, die als „Luftwurzler“ keinen Topf bzw. keine Erde brauchen, um Nährstoffe und Wasser aufzunehmen … wie schon der Name sagt, holen sie sich alles, was sie brauchen, aus der Luft.

Bei den meisten Pflanzen in den Warmhäusern handelt es sich um seltene Arten, die für Forschungszwecke kultiviert werden. Da hier besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten, sind die Warmhäuser nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Gegenüber den Glashäusern stehen aber zwei Vitrinen, in denen während dem Sommerhalbjahr blühende Orchideen und Bromelien präsentiert werden. Eine Auswahl an Arten ist zudem im Tropenhaus zu sehen, und eine durchsichtige Glasfront an der Stirnseite des „Orchideenhauses“ gewährt Einblick in sein Innenleben.

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