Ackerwildkräuter

Ackerwildkräuter

Die Nutzpflanzengruppe beherbergt eine Auswahl von Ackerkulturen zusammen mit ihren typischen Ackerwildkräutern. Durch intensiven Ackerbau und die Aufgabe einzelner Kulturen wie dem Flachsanbau sind viele Ackerwildkräuter selten geworden. Zahlreiche Arten stehen inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzen.

Vom Aussterben bedroht ist unter anderem die Kornrade. Sie kommt vor allem in Wintergetreide-Kulturen vor. Ihre Samen sind giftig. In der Roten Liste als gefährdet geführt ist die leuchtend blau blühende Kornblume. Bisher nur regional gefährdet ist der Venusspiegel, ein einjähriges Glockenblumengewächs, das auf lehmigen, kalkhaltigen Getreide bzw. Stoppeläckern vorkommt.

Ackerwildkräuter tragen zu einer vielfältigen Landschaft bei. Sie fördern das Bodenleben, können Erosion vorbeugen und überschüssige Nährstoffe binden. Und sie bieten zahlreichen Organismen Lebensraum, vor allem Insekten. Diese sind wiederum mögliche Nützlinge und spielen im biologischen Landbau eine wichtige Rolle.

Im konventionellen Landbau sind Ackerwildkräuter nicht sehr geschätzt. Sie gelten als Konkurrenten der Kulturpflanzen um Licht, Raum, Wasser und Nährstoffe. Ihre Samen können Saatgut verunreinigen, was besonders bei Ackerwildkräutern mit giftigen Samen problematisch ist. Ackerwildkräuter können auch Zwischenwirte für Krankheiten an Kulturpflanzen sein, und sie können die Vermarktbarkeit von Feldfrüchten beeinträchtigen, zum Beispiel wenn ihre Rhizome durch Erdäpfel wachsen.

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