Gestern, heute, morgen

Gestern, heute, morgen

Die Hauptallee entstand Anfang des 19. Jahrhunderts, als der Botanische Garten nach Südosten erweitert wurde. Davor befand sich auf der Fläche Grünland, das nur zum Teil bebaut war und vermutlich landwirtschaftlich genutzt wurde. Ursprünglich war die Hauptallee Teil einer barocken Gestaltung, die aber schon nach kurzer Zeit in einen Englischen Landschaftsgarten umgewandelt wurde.

Viele Bäume im Garten und entlang der Hauptallee stammen aus der Zeit nach der Umgestaltung des Gartens, wurden also in der Zeit nach 1840 oder später gepflanzt. Einige Bäume sind auch jüngeren Datums und wachsen erst seit wenigen Jahren oder Jahrzehnten hier. Nur ganz wenige Bäume aus der Gründungsphase des Botanischen Gartens (1754 bis 1796) sind bis heute erhalten geblieben. Dazu zählt eine große Hybrid-Platane am Department für Botanik (Rennweg 14), wo sich der ursprüngliche Eingang zum Botanischen Garten befand. Auch die Morgenländische Platane in Gruppe 5 könnte noch aus dem 18. Jahrhundert stammen, ebenso wie ein Maulbeerbaum in Gruppe 12, der vermutlich auf eine Pflanzung im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia zurückgeht.

Aufgrund der Klimaerwärmung und eingeschleppter Baumkrankheiten sterben immer wieder Bäume „im besten Alter“ ab und müssen ersetzt werden. Dadurch verändert sich der Botanische Garten ständig. Zu den heute noch sichtbaren Spuren der historischen Gartenanlage gesellen sich fortlaufend neue Pflanzen und Schaugruppen. So lässt sich im Botanischen Garten Schicht für Schicht die Entstehung und Weiterentwicklung einer wissenschaftlichen Gartenanlage nachverfolgen.

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