Serpentingruppe
In dieser Schaugruppe wachsen hochspezialisierte Arten von den Serpentinstandorten Österreichs. Besonders typisch sind unter anderem die Serpentin-Karthäuser-Nelke, das Serpentin-Steppen-Aschenkraut und das Serpentin-Crantz-Fingerkraut.
Serpentin ist ein schwermetallhaltiges Gestein, das unter anderem aus Eisen und Nickel besteht. Diese Schwermetalle sind für die meisten Pflanzen giftig. Einige wenige Arten haben sich allerdings an das Leben auf den giftigen Serpentinböden angepasst. Bestimmte Arten wachsen ausschließlich auf Serpentin, man spricht deshalb von "Serpentinvegetation". Solche Arten sind auf "normalen" Böden meist konkurrenzschwach und durch das sehr kleinräumige Vorkommen oft potentiell gefährdet.
In Österreich sind verschiedene Serpentinstandorte bekannt. Der berühmteste dürfte der burgenländische Serpentinstandort rund um Bernstein sein. Weitere Vorkommen gibt es in Niederösterreich und in der Steiermark. Der Name des Gesteins Serpentin leitet sich vom lateinischen Wort für Schlange (lat. Serpens) ab und bezieht sich auf die graugrüne, schlangenhautartig gemusterte Färbung.