Host und der Hostsche Garten

Host und der Hostsche Garten

Mit 26 Jahren hatte Nicolaus Thomas Host 1787 an der Universität Wien in Medizin und Pflanzenkunde promoviert. Gefördert von seinem Doktorvater, dem Direktor des Botanischen Gartens Nicolas Joseph von Jacquin (1727 bis 1817), wurde er zuerst Kurarzt und 1792 dann Leibarzt von Kaiser Franz II. (I.). Host schlug dem Kaiser vor, auf dem Areal des früheren Küchengartens des Schloss Belvedere einen Garten für die "Flora austriaca viva" mit lebenden Pflanzen aus allen Teilen der Monarchie anzulegen. Schon ein Jahr später wurde dieser als "k. k. botanischer Garten im Belvedere" verwirklicht, wobei der Kaiser selbst bestimmte, darin nur solche Pflanzen zu kultivieren, die in der Österreichischen Monarchie wild wachsen. Host wurde Direktor dieses Gartens und bereicherte die Anlage in den nächsten 41 Jahren mit Arten, die er unter anderem auf Wanderungen durch Tirol, Steiermark, Kärnten sowie in Istrien sammelte.

Als Mitglied vieler gelehrter Gesellschaften war Host mit namhaften Botanikern in Kontakt und ständig beratend an der Seite seines Kaisers zu finden. Von diesem großzügig unterstützt, veröffentlichte er gegen Ende seines Lebens 1827 bis 1831 noch eine "Flora austriaca", ein Buch mit allen Pflanzen der Monarchie.

Host verstarb 1834. Von seinen Pflanzungen ist nicht mehr viel übrig, aber die Gartenanlage im Bereich der heutigen Flora von Österreich-Gruppe besteht weiterhin. Seit 1930 gehört sie zum Botanischen Garten der Universität Wien und wird intern immer noch als „Hostscher Garten“ bezeichnet. Außerdem lebt Host in der Pflanzengattung Hosta weiter, die nach ihm benannt wurde. Einige Hosta-Arten wachsen im Botanischen Garten in Gruppe 19.

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