Der Bambussteg

Der Bambussteg

Um den Besucher*innen den Zutritt zum Bambushain zu ermöglichen und gleichzeitig die jungen Triebe vor Trittschäden zu schützen, wurde ein Steg errichtet. Für die Gestaltung des Stegs durch den Bambushain wurde ein Wettbewerb der Klasse für Landschaftsdesign der Universität für angewandte Kunst Wien veranstaltet. Als Sieger ging die Idee von Jessica Gaspar und Nikola Schubert hervor, den Hain mit einem Steg zu erschließen, der die Formensprache der Bambushalme aufnimmt.

Die zwei getrennten Stege schaffen Einblicke in den Hain, ohne den Raum zu durchschneiden, der von Licht- und Schattenspielen sowie der vertikalen Struktur und den spezifischen Geräuschen der Halme und Blätter geprägt ist. Das Gerüst der Stege wurde aus Stahl hergestellt, der dem Bambus in seiner Standhaftigkeit und Flexibilität gleicht. Während Stahl die Härte offenkundig ausstrahlt, verbirgt sich die außergewöhnliche Widerstandskraft des Bambus im Pflanzenkleid.

Der Gitterrostboden spiegelt die Transparenz und Regelmäßigkeit wieder, die dem Bambushain eigen sind. Der Durchmesser der Zellen erlaubt es dem Bambus, durch das Gitter zu wachsen und sich den Steg einzuverleiben. Durch die Auflösung der Grenzen zwischen Steg und Hain wird es für die Besucher*innen möglich, in den Bestand einzutauchen, ohne den Boden mit dem empfindlichen Wurzelgeflecht zu betreten.

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