Bambushain
Der Bambushain mit seinen hunderten Halmen besteht aus einem einzigen Individuum des Meergrünen Blattbambus, der hier seit den 1890er Jahren wächst. Über seine unterirdischen Ausläufer hat die Pflanze aus der Familie der Süßgräser im Laufe der Zeit ein riesiges „Grasbüschel“ gebildet, das mittlerweile mehr als 300 m² Fläche einnimmt.
Die ursprüngliche Heimat des Meergrünen Blattbambus liegt in den chinesischen Provinzen Jiangsu und Zhejiang. Er kann dort bis zu 12 m hoch werden. Als eine der winterhärtesten Blattbambus-Arten ist er gut für die Kultur in Mitteleuropa geeignet.
Für den Meergrünen Blattbambus typisch sind die anfänglich weiß-pudrigen Triebe, die im Jugendstadium essbar und sehr schmackhaft sind. Ältere Halme tragen einen weißen Wachsring unterhalb der Knoten. Die Halme werden unterirdisch angelegt und erscheinen im nächsten Frühjahr. Sie wachsen mehrere Zentimeter am Tag und erreichen im Garten innerhalb weniger Wochen eine Höhe von bis zu acht Metern.
Die jungen Bambustriebe nehmen bei Betritt leicht Schaden. Zum Schutz vor den Füßen der tausenden Besucher*innen ist der Bambushain eingezäunt.
