Der Brand der Redoutensäle der Wiener Hofburg
Die Katastrophe vom November 1992
In der Nacht auf den 27. November 1992 brach im Großen Redoutensaal Feuer aus. Ein Mitarbeiter des Wachdienstes hatte die Flammen kurz nach ein Uhr früh entdeckt und Alarm geschlagen. Bereits drei Minuten später traf der erste Löschzug der Wiener Feuerwehr ein; 240 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer, dennoch stürzte um 02:30 die Decke des Großen Redoutensaales ein. Eine halbe Stunde später stand der gesamte Dachstuhl in Flammen.
Als der Brand auf benachbarte Gebäude der Wiener Hofburg überzugreifen drohte, brachte man 69 der berühmten Lippizaner-Hengste der Spanischen Hofreitschule in den nahegelegenen Volksgarten in Sicherheit. Tausende Bücher wurden aus dem Prunksaal der angrenzenden Nationalbibliothek geborgen.
Erst am 28. November um 08:15 morgens waren die letzten Flammen erloschen. Das Ausmaß des Schadens aber konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand abschätzen.