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  • Römer und Maria Theresia in Mannersdorf
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    Maria Theresia Rundweg

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    Von Römern und Kaiserin Maria Theresia (in Mannersdorf )

    Von der Antike bis zu Maria Theresia, die in Mannersdorf eigenhändig auf Weinlese ging

    In Mannersdorf wandern Sie auf geschichtsträchtigem Boden. Unter den Wiesen des Naturparks schlummern noch heute Reste eines alten römischen Gutshöfes. Die gesamte Umgebung der antiken Stadt Carnuntum bis zum Leithagebirge war von diesen sogenannten villae rusticae überzogen. Sie versorgten die Stadt mit Getreide, Fleisch und Gemüse. Antike Fundstücke kann man im Stadtmuseum bestaunen.

    Die Wenigsten wissen, dass Mannersdorf später bis ins 18. Jahrhundert ein sehr berühmter Kurort war, der von der kaiserlichen Familie und besonders von Kaiserin Maria Theresia häufig und gerne besucht wurde. Während ihrer Aufenthalte residierte sie im Landschlösschen ihrer ehemaligen Erzieherin und Freundin Maria Karolina Fuchs, in dem heute die Stadtgemeinde Mannersdorf ihren Sitz hat. Und viele ihrer Erlebnisse sind bis heute überliefert.

    Als die Herrscherin einmal das Kloster in der Wüste besichtigen wollte, kamen die Mönche in arge Verlegenheit, denn nach der strengen Ordensregel durfte kein Frauenfuß Klosterboden betreten. Aber die schlauen Mönche wussten einen Ausweg: die Landesfürstin durfte das Kloster besuchen. Aber gleich danach rückten die Mönche mit Besen und Schaufel aus und kehrten sorgsam alle Wege, auf denen sie gegangen war. Sie sammelten den Staub ein und warfen ihn über die Klostermauer. Auf diese Weise war der Ordensregel Genüge getan, denn kein Frauenfuß hatte den Klosterboden betreten.

    Ein fast unglaubliches Ereignis geschah 1743. Maria Theresia, Regentin des Habsburgerreiches mit Gemahl Franz Stephan von Lothringen, dem späteren römischen Kaiser deutscher Nation, betätigten sich in Mannersdorf eigenhändig an der Weinlese. Und das kam so: Jedes Jahr wurden die ältesten Bürger des Landes in der Karwoche nach Wien zur Hof-Fußwaschung eingeladen. Diese hohe Ehre wurde auch einer betagten Mannersdorfer Bäuerin zuteil. Als Dank lud sie die Kaiserin zur Weinlese ein und zur Überraschung aller kam diese tatsächlich! Der Maria Theresien Obelisk in der Steinbruchstraße erinnert noch heute an das denkwürdige Ereignis.

    Die legendäre Kaiserin muss sich in Mannersdorf sehr wohl gefühlt haben, denn insgesamt besuchte den Kurort rund 30 Mal.

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